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Japan Wirtschaft

Land- und Forstwirtschaft


Japan gehört zu den Ländern mit der größten Importquote an landwirtschaftlichen Produkten der Welt, da nur 12,6 % (2005) der japanischen Landfläche landwirtschaftlich genutzt wird. Japanische Bauernhöfe sind relativ klein (meistens unter 1 ha), aber die japanischen Bauern arbeiten hart, um einen optimalen Ertrag zu erzielen und das Land wird deshalb sehr intensiv bewirtschaftet. Japanische Bauern benutzen zahlreiche Maschinen wie Traktoren, Pflanzmaschinen und Mähdrescher, um ihre Leistung zu steigern. Dank dem intensiven Pflanzenanbau, dem Dünger, den modernen Maschinen und der Technik produzieren die Landwirte mehr als die Hälfte des in Japan konsumierten Obstes und Gemüses. Einige Bauern betreiben auch Viehzucht. Japans Landwirtschaft trägt wesentlich zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln bei. Die moderne Technik hat auch neue Arten von Landwirtschaft ermöglicht. Einige Feldfrüchte in Japan werden heute in Hydrokultur - ohne Erde im Wasser - angebaut. Japanische Bauern erzeugen eine große Vielfalt an landwirtschaftlichen Produkten und Nutztieren, z.B.: Getreidesorten wie Reis und Weizen; Gemüsesorten wie Kartoffeln, weißer Rettich und Kohl; Obstsorten wie Mandarinen, Orangen, Wassermelonen und Birnen; tierische Produkte, wie Rindfleisch, Geflügel, Schweinefleisch, Milch und Eier. Der größte Teil des restlichen Landes ist bewaldet - etwa zwei Drittel. Aus diesem Grund ist die Forstwirtschaft schon seit vielen Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil der japanischen Wirtschaft. Da Japan ein Inselstaat ist und sorgfältig mit seinen natürlichen Rohstoffen umgehen muss, sind gut 40% des Waldes wieder aufgeforstete Gebiete. In Japans Wäldern gibt es aufgrund der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen auf der Insel eine Vielfalt von Bäumen. Einige der häufigsten Bäume in japanischen Wäldern sind Zedern, Zypressen, Pinien, Rosskastanien, Birken und Kampferbäume. Schon im 8. Jahrhundert wurden in Kyoto und anderen Städten hölzerne Paläste und Tempel gebaut. Heute ist die Nachfrage nach Holz nicht nur für die Bauindustrie, sondern auch für Papier, Möbel und verschiedene Gebrauchsgüter jedoch so groß, dass Japan den weitaus größten Teil seines Holzes importiert.

Fischerei


Da Fisch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung in Japan ist, ist die Fischerei ein bedeutender Industriezweig des Landes. Zusätzlich zum jährlichen Fang von ca. 4,4 Mio. Tonnen werden weitere 1,3 Mio. Tonnen Fisch und Schalentiere in speziellen Fischfarmen gefangen, wo zahlreiche Fischarten gezüchtet werden. Trotz seiner bedeutenden Fischindustrie muss Japan 52% (2006) seines Bedarfs an Fischen und Meeresfrüchten importieren, die von überall auf der Welt kommen.

Energie


Japans Energiequellen sind thermische Energie, Atomenergie, Wasserkraft, Erdwärme und Solarenergie. Obwohl Japan eine überraschende Vielfalt an natürlichen Rohstoffen hat, benötigt die japanische Industrie so große Mengen an natürlichen Rohstoffen und Energie, dass die meisten Rohstoffe importiert werden müssen. Tatsächlich kann Japan nur ca. 18% (2006) seines Energiebedarfs selbst decken. Japan importiert fast sein gesamtes Erdöl.

Handel und Investitionen


2007 hat Japan 73 Billionen Yen für Importe aus anderen Ländern ausgegeben. Durch den Export von Waren und Dienstleistungen hat es 84 Billionen Yen verdient. Japan treibt mit den meisten Ländern der Welt Handel, doch gehen ca. 20% aller japanischen Exporte in die USA, während etwa 20% der Importe aus China kommen. Weitere wichtige Handelspartner sind Australien, China, Hongkong, Indonesien, Südkorea, Malaysia, Singapur, Taiwan und Thailand sowie Kanada und europäische Länder wie Deutschland und Großbritannien. Viele japanische Firmen errichten Niederlassungen in anderen Ländern. 2006 wendeten sie über 50 Mrd. US-Dollar aus, um weltweit neue Niederlassungen zu errichten. Obwohl ein großer Teil der japanischen direkten Überseeinvestitionen in nordamerikanische Länder get, investieren japanische Firmen auch viel in europäische, asiatische, lateinamerikanische und andere Länder. Viele dieser japanischen Unternehmen im Ausland sind Bestandteil ihrer regionalen Gemeinschaft geworden und beschäftigen Arbeitnehmer aus der Stadt, in der sie ihren Sitz haben. Sie nehmen teil an Gemeindeaktivitäten, Umwelt- und Kulturprojekten und kooperieren mit ansässigen Unternehmen. Für Japan ist der Außenhandel notwendig, um Nahrungsmittel, Kleidung, Fabrik- und Verbrauchsgüter sowie Rohstoffe zu importieren.

Verarbeitende Industrie


Japans Wirtschaftsmacht beruht zum großen Teil auf seiner verarbeitenden Industrie. Autos gehören zu den bekanntesten Produkten Japans. 2007 produzierte Japan über 11,5 Mio. Autos, Busse und Lastwagen -mehr als jedes andere Land. Viele dieser Autos werden von Robotern gebaut. Diese Roboter sind komplexe Maschinen, die für spezielle Aufgaben konstruiert wurden. Sie können die sich ständig wiederholenden Arbeiten übernehmen, so daß die Menschen mehr Zeit für interessantere und schwierigere Aufgaben haben. Fast die Hälfte der in Japan hergestellten Autos wird exportiert. Autos japanischer Firmen werden in der ganzen Welt gekauft und gefahren. Viele werden heutzutage auch im Ausland produziert. Autos sind nur eines der Verkehrsmittel, die von Japan exportiert werden. Das Land stellt auch Busse, Lastwagen, Schiffe und andere Transportfahrzeuge her. Japan ist ebenso bekannt für die Qualität der Güter seiner Elektroindustrie. Beliebte Produkte sind unter anderem Stereoanlagen, Radios, Fernsehgeräte, Videorecorder, Kameras und Computer. Ein anderes wichtiges Exportprodukt Japans sind elektronische Präzisionsinstrumente, die weltweit in der verarbeitenden Industrie benutzt werden. Japan ist auch weltweit führend in der Telekommunikation. Akihabara, ein Stadtteil Tokyos, Ist bekannt als "Elektrische Stadt", wo sich zahlreiche Geschäfte für elektrische Geräte aneinanderreihen, soweit das Auge reicht. Japan produziert und exportiert auch eine Reihe anderer Maschinen, Metalle und Metallprodukte sowie chemische Produkte. Die verarbeitende Industrie in Japan ist somit der wichtigste Bestandteil des wirtschaftlichen Potentials des Landes. Japan hat aus der Vergangenheit gelernt und entwickelt nun neue Methoden, um die Umweltverschmutzung niedrig zu halten. Alle Industriezweige entwickeln heute moderne Umweltschutzttechnologien.





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