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Januar 2018


 

Liebe Besucher der Homepage der Botschaft von Japan!

Botschafter NakaneNachdem ich vor zwei Jahren mein Beglaubigungsschreiben im Bundespräsidialamt überreicht und damit meine Tätigkeit als Botschafter von Japan in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen habe, trete ich nun in das dritte Jahr meiner Amtszeit ein.

Schaut man auf das vergangene Jahr zurück, so ist die Intensivierung der Beziehungen zwischen Japan und Deutschland weiter vorangeschritten. Bei der internationalen Messe für Informationstechnik "CeBIT 2017", die im März in Hannover stattfand, trat Japan als Partnerland auf, und zahlreiche japanische Unternehmen haben daran mit ihren Spitzentechnologien teilgenommen. Bei der Eröffnung waren auch Premierminister Abe und Bundeskanzlerin Merkel anwesend und beide unternahmen einen gemeinsamen Rundgang. Beim Gipfeltreffen, das aus diesem Anlass stattfand, wurde vereinbart, dass Japan und Deutschland ihre Zusammenarbeit in Bezug auf die Digitalisierung und insbesondere bei "Industrie 4.0" und "Society 5.0" weiter ausbauen. Auch machte Premierminister Abe seine Unterstützung für ein "starkes und geschlossenes Europa" deutlich; beide Regierungschefs kamen zudem überein, beim Erhalt und bei der Stärkung des Freihandels zusammenzuarbeiten.

Auch beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg kooperierte Japan inmitten einer schwierigen Situation eng mit der deutschen Präsidentschaft, und es gelang uns, vor allem beim Kampf gegen den Protektionismus, beim Pariser Abkommen sowie bei Themen wie Afrika und Frauen sehr bedeutsame Resultate zu erzielen.

Darüber hinaus wurde nach mehr als vier Jahre dauernden hartnäckigen Verhandlungen am 8. Dezember eine Einigung über das Abkommen für eine Wirtschaftspartnerschaft (EPA) zwischen Japan und der EU erzielt. Dieses Abkommen schafft einen riesigen Wirtschaftsraum, der ca. dreißig Prozent des weltweiten BIPs sowie rund vierzig Prozent des Welthandels ausmacht und beiden Seiten zahlreiche Gelegenheiten für Handel und Investitionen eröffnet. Die Regierung von Japan wird sich nun dafür einsetzen, das Abkommen rasch zu unterzeichnen und in Kraft treten zu lassen.

Bekanntlich sieht sich Europa in den letzten Jahren Krisen in unterschiedlichster Form ausgesetzt, und auch in der Region Asien-Pazifik bestehen – wie die aktuelle Situation in Bezug auf Nordkorea deutlich zeigt – zahlreiche Faktoren der Instabilität sowie reale Bedrohungen. In dieser Situation ist das Engagement Japans und Deutschlands, die hochentwickelte Industrienationen sind, die gemeinsam vor Aufgaben wie Digitalisierung, demografischer Wandel und Klimawandel stehen, und die – was noch wichtiger ist – grundlegende Werte wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit miteinander teilen, bei den globalen Aufgaben nicht allein für unsere beiden Länder selbst, sondern auch für die Staatengemeinschaft als Ganzes von großer Bedeutung. Derzeit laufen in Deutschland die Gespräche zur Bildung der nächsten Regierung, und wir sind fest davon überzeugt, dass wir auch mit der neuen Bundesregierung wie bisher bereits eng zusammenwirken werden. Mit Blick auf Nordkorea müssen Japan und Deutschland gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft den Druck maximieren, um das Land dazu zu drängen, von sich aus Schritte zur Aufgabe seines Nuklear- und Raketenprogramms zu ergreifen. Wir fordern zudem eine sofortige Rückkehr aller von Nordkorea entführten Japaner.

Genauso wichtig wie der Ausbau der Beziehungen auf den Gebieten Politik und Wirtschaft ist auch die Stärkung des Austausches im akademischen Bereich, in Kultur, Wissenschaft und Technologie sowie zwischen den Zivilgesellschaften. In diesem Zusammenhang jährt sich 2018 die Erstaufführung von Beethovens 9. Sinfonie in Japan, die in meinem Land allgemein unter dem Namen "Daiku" bekannt ist, zum 100. Mal, da sie erstmals 1918 von Deutschen aus dem Kriegsgefangenenlager Bando in der Präfektur Tokushima aufgeführt wurde. Wir haben daher dieses Jahr "DAIKU 2018" getauft und planen, mittels der Durchführung bzw. Unterstützung von Veranstaltungen zur 9. Sinfonie bzw. zu ihrer Uraufführung in Japan die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Deutschland und insbesondere den Austausch zwischen den Zivilgesellschaften weiter zu stärken.

Die Regierung von Japan bietet japanischen Unternehmen und Kommunen aktiv Räumlichkeiten in ihren diplomatischen Vertretungen an, damit diese dort ihre Produkte und Erzeugnisse präsentieren können sowie um dort für Investitionen in Japan zu werben. Auch hierzulande streben wir eine "schwellenlose und offene Botschaft" an und haben Unternehmen aus Japan für ihre Aktivitäten beispielsweise Räume in der Botschaft und in der Residenz zur Verfügung gestellt. Wir würden uns freuen, wenn sich Vertreter japanischer Unternehmen zwecks Beratung auch weiterhin ohne zu zögern an uns wenden könnten.

Die Unterstützung des Alltagslebens unserer japanischen Landsleute zählt zu den grundlegendsten Aufgaben der Botschaft. Im Zusammenhang mit der Gewährleistung der Sicherheit der Japaner hierzulande gab es im Dezember 2016 einen schrecklichen Terroranschlag, als ein LKW in einen Weihnachtsmarkt in der Berliner Innenstadt gesteuert wurde. Seitdem müssen wir sowohl in Deutschland als auch in anderen Staaten immer wieder größere oder kleinere Terroranschläge miterleben. Die Botschaft wird sich auch künftig mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass die Sicherheit unserer japanischen Landsleute hier in Deutschland gewährleistet wird. Unsere Landsleute bitten wir, sich auch weiterhin stets über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren und ihrer eigenen Sicherheit ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken. Bitte wenden Sie sich bei Vorkommnissen und Fragen jederzeit ohne Zögern an die Botschaft.

Ich schließe mein Grußwort mit meinen besten Wünschen für ein erfolgreiches Jahr 2018 für Sie alle!

 

Takeshi YAGI
Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter
von Japan in der Bundesrepublik Deutschland

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