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Grußwort von Herrn Botschafter Dr. Shinyo beim Empfang anlässlich des Geburtstags S.M. des Kaisers

Residenz des Botschafters, Berlin
Mittwoch, 07. Dezember 2011

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

es ist mir eine große Ehre, heute zusammen mit Ihnen den Empfang aus Anlass des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers begehen zu dürfen. Seine Majestät der Kaiser feiert in diesem Monat seinen 78. Geburtstag.

Dieses Jahr war mit dem 150-jährigen Jubiläum der Freundschaft zwischen Japan und Deutschland ein ganz besonderes Jahr. Im Januar fand hier in der Residenz der Festakt zur Eröffnung statt. Im Juni folgte dann der Besuch Seiner Kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen in Deutschland, und im Oktober besuchte Bundespräsident Wulff Japan.
Wie Sie alle wissen, ereignete sich am 11. März im Osten Japans ein schweres Erdbeben, bei dem über 15.000 Menschen ihr Leben verloren. Und noch immer gelten über 3.000 Menschen als vermisst. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin haben nach diesem Erdbeben die betroffene Region viele Male besucht und den Menschen dort ihr Mitgefühl bezeugt. Auch Bundespräsident Wulff reiste bei seinem Besuch im Oktober in die Stadt Iwaki, die in dem Katastrophengebiet liegt, und sprach den Menschen dort Mut zu. Noch immer finden in ganz Deutschland Hilfsaktionen für Japan statt, die von unterschiedlichsten Organisationen und Einzelpersonen durchgeführt werden. Infolge des schweren Erdbebens und des 150-jährigen Jubiläums habe ich in den vielen Jahren, die ich bereits in Deutschland verbracht habe, nun zum ersten Mal deutlich gespürt, wie stark die Bande zwischen den Menschen in unseren beiden Ländern tatsächlich sind.
Die Folgen des Unfalls im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi werden immer mehr unter Kontrolle gebracht. Die Situation ist nun so, dass einige der evakuierten Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren können, andere zumindest vorübergehend. Gleichzeitig setzt sich Japan mit ganzer Kraft für die Erholung sowie für den Wiederaufbau nach der Katastrophe ein. Über 90 Prozent der Produktionsstätten, die durch das Erdbeben und den Tsunami unmittelbar getroffen wurden, sind bereits wiederhergestellt. Und die meisten inländischen Unternehmen haben wieder das Produktionsniveau vor dem schweren Erdbeben erreicht. Wir haben für Sie heute Abend eine Reihe von Fotos zur Situation des Wiederaufbaus in der betroffenen Region vorbereitet, und ich möchte Sie bitten, sich diese einmal anzuschauen.
Es gab in diesem Jahr aber auch Erfreuliches. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen im Juli hier in Deutschland wurde die japanische Elf, die „Nadeshiko Japan“ Weltmeister. Mit ihrem Sieg haben die Spielerinnen nicht nur den Menschen in der vom Erdbeben betroffenen Region, sondern überall in Japan neue Kraft und Zuversicht verliehen. Ich habe das Finale im Stadion in Frankfurt miterlebt, und die begeisterten Rufe sowie die herzlichen Glückwünsche, die uns die Menschen in Deutschland damals zuteil werden ließen, werden mir immer in Erinnerung bleiben. Auch als Zeichen des Dankes dafür weilen heute Abend zwei der drei Spielerinnen der „Nadeshiko Japan“, die derzeit in Deutschland aktiv sind, hier unter uns.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass der heutige Empfang neben der Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers auch dazu dient, Ihnen allen für Ihre Hilfe nach dem schweren Erdbeben im Osten Japans sowie für das Engagement im Rahmen von „150 Jahre Freundschaft Japan-Deutschland“ zu danken. Zu Ihrer Rechten sehen Sie zahlreiche Beileidschreiben sowie gefaltete Papierkraniche, die die Botschaft nach dem schweren Erdbeben erhalten hat. Auch das Kondolenzbuch, in das sich viele Menschen in Deutschland eingetragen haben, liegt dort als Symbol der Freundschaft aus. Ich möchte Sie bitten, sich die Botschaften des Mitgefühls und der Anteilnahme dort einmal durchzulesen.
Unsere Welt, die sich nach wie vor schwierigen Aufgaben gegenübersieht, tritt in Kürze in das Jahr 2012 ein. Ich drücke den Deutschen und den Europäern für die Überwindung der schwierigen Phase der Euro-Krise die Daumen.

Ich möchte mein Grußwort mit dem Wunsch beschließen, dass diese Welt durch enge Bande der Freundschaft miteinander verbunden sein möge sowie dass in ihr Frieden und Gedeihen herrschen mögen.
Ihnen, verehrte Anwesende, wünsche ich alles Gute für Ihr persönliches Wohlergehen und Ihr weiteres Wirken.
Vielen Dank.

 

- Empfang anlässlich des Geburtstags S.M. des Kaisers in der Residenz des Botschafters am 07.12.2011
 

 


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