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"DAIKU 2018"

 

Beethovens 9. Sinfonie (auf Japanisch "Daiku" – die "Neunte") wurde in Japan erstmals im Juni 1918 aufgeführt und zwar von Deutschen im "Kriegsgefangenenlager Bando" in der Stadt Naruto, Präfektur Tokushima. In diesem Jahr jährt sich diese erste vollständige Aufführung der "Neunten" in Japan durch das in diesem Kriegsgefangenenlager gegründete Orchester zum 100. Mal.
Heutzutage erfreut sich diese Sinfonie in ganz Japan großer Wertschätzung und Beliebtheit bei Jung und Alt. Insbesondere zum Jahresende finden zahlreiche Aufführungen der "Neunten" statt; sie ist damit gleichsam zu einem festen Bestandteil des Jahresbrauchtums in Japan geworden.
In Europa wiederum entwickelte sich die "Ode an die Freude" aus dem vierten Satz dieser Sinfonie im Zuge der europäischen Einigung zur "Europäischen Hymne", so dass die "Neunte" mittlerweile häufig bei bedeutenden Zeremonien und Festakten zu hören ist. Die "Europäische Hymne" bringt die europäischen Ideale Freiheit, Frieden sowie Solidarität zum Ausdruck.

Anmerkung:
Im "Kriegsgefangenenlager Bando" erfuhren die Deutschen durch das Lagerpersonal, insbesondere durch den aus Aizu stammenden Lagerkommandanten Toyohisa Matsue, eine ausgesprochen humane Behandlung. Man sagt, dass zwischen den Deutschen und der Bevölkerung der Umgebung ein länderübergreifender herzlicher Austausch bestand. Nähere Einzelheiten finden Sie auf der Webseite der Stadt Naruto: Naru Daiku


Das Außenministerium von Japan hat das Jahr 2018, in dem die erste vollständige Aufführung der "Neunten" ihr 100-jähriges Jubiläum begeht, "DAIKU 2018" getauft und es zu einem Jahr des bilateralen Austausches mittels der "Neunten" zwischen Japan und Deutschland bestimmt. Wir rufen dazu auf, sich mit geeigneten Projekten zur Förderung des Austausches und des gegenseitigen Verständnisses zwischen beiden Ländern vermittels der "Neunten" zu bewerben und hoffen auf zahlreiche Anträge.

 



 



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