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Feature - Erwachsen werden in Japan
Selbst ein Affe
fällt vom Baum
(saru mo ki kara ochiru)
Japanisches Sprichwort
Nehmen Sie es also locker in diesem Jahr, denn 2004 ist
wieder ein "Jahr des Affen".
(Zur Entstehung der Tierkreiszeichen lesen Sie hier weiter, zur Bedeutung des Affen in der japanischen Kultur hier!)
Gleichwohl beginnt nun für alle 20-Jährigen der Ernst des Leben
- im Januar feiern sie den Beginn ihrer Volljährigkeit!
Dieser "Tag der Erwachsenen" (Seijin no Hi) ist ein nationaler Feiertag, der bis 1999 auf dem 15. Januar lag, aber seit 2000 ist auch dieser Feiertag beweglich geworden und wird seitdem am 2. Montag im Januar begangen - was den Japanern zugleich ein langes Wochenende beschert. In diesem Jahr des Affen, also 2004, fällt er damit auf den 12. Januar.
Mit 20 Jahren erhalten die jungen Leute das aktive Wahlrecht, aber auch erst jetzt dürfen sie offiziell rauchen und Alkohol trinken. Den Führerschein dagegen kann man in Japan schon mit 18 Jahren machen.
In den verschiedenen Städten und Gemeinden werden für alle
20-Jährigen feierliche Zeremonien veranstaltet, in denen ihnen zu ihren neuen Rechten und
Pflichten gratuliert wird. Die jungen Frauen tragen dabei fast alle einen traditionellen
Kimono in hellen, bunten Farben mit langen Ärmeln, den furisode, einem Merkmal
für unverheiratete Frauen. Oft wird der teure Kimono aus einem Fachgeschäft ausgeliehen,
so wie es auch bei Brautkleidern etc. üblich ist. Es ist eine Kunst für sich, einen
Kimono und die entsprechenden Unterkleider, einen passenden breiten Gürtel, den obi,
und so weiter richtig zu kombinieren, anzuziehen und zu binden. Hierfür kann man sogar
extra Kurse besuchen.
Die meisten jungen Männer dagegen tragen einen dunklen Anzug und keinen traditionellen hakama
(ein weiter Männerhosenrock) mehr.
Wenn Sie also in dieser Zeit nach Japan reisen, können
Sie bestimmt viele junge Damen in farbenprächtigen Kimonos bewundern!
Für Reisen nach Japan wenden Sie sich gerne
an die
Japanische Fremdenverkehrsorganisation in Frankfurt !
