Botschaft von Japan

Natur

Brokat in Kyushu: Herbstlaub, farbenfrohe Feste, leckere Gerichte

Milde Temperaturen und frische, saubere Luft verwandeln den Herbst in Japan in eine ideale Reisezeit. Über traditionelle Feste und weitere Events bis hin zu Gerichten, die Pilze, Obst und andere saisonale Zutaten verwenden, präsentiert sich den Besuchern in allen Regionen des Landes ein breites Spektrum an verlockenden Angeboten. Vor allem aber stellt das Betrachten der roten und goldenen Farbtöne des Herbstlaubes eines der größten Vergnügen in Japan zu dieser Jahreszeit dar. Viele Städte auf der südlichen Hauptinsel Kyushu liegen in der Nähe unberührter Natur, in der sich die herbstlichen Farben sowie die Gaben des Meeres und der Berge in vollen Zügen genießen lassen. Dieser Beitrag stellt einige der Wunder vor, die Besucher während des Herbstes in Kyushu entdecken können.

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Bild: © Saga Prefectural Tourism Federation

Spiegelungen, die die Schönheit des Herbstes verdoppeln

Wälder, die in lebhaftem Rot, Orange und Gold des Laubs erstrahlen, symbolisieren den Herbst in Japan. Der Park „Kankyo Geijutsu no Mori“ an den Hängen des Sakurei-Berges in Karatsu (Präfektur Saga) birgt einen Wald mit rund zehntausend Ginkgo- und Ahornbäumen, der rund zehn Hektar umfasst. „Fuyusanso“, eine der Attraktionen dieses Parks, ist ein besonders beliebtes Reiseziel. Dort spiegeln neben den Fenstern platzierte Lacktische das Herbstlaub so lebendig wider, dass dort zahlreiche Besucher nach dem perfekten Foto für ihre Social Media-Beiträge suchen. Zudem gibt es dort einen mitten durch den Wald führenden Rundweg, von dem aus man die Herbstfarben ganz aus der Nähe genießen kann.

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Ein Fest, das Straßen in sanftes Licht hüllt

Beim „Chikuraku“, dem Bambuslaternenfest in Taketa, verwandeln zwanzigtausend aus Bambus hergestellte Laternen die Straßen der alten Burgstadt in einen magischen Anblick. Das Fest findet jedes Jahr im November in Taketa im Südwesten der Präfektur Oita statt. Bei Sonnenuntergang werden alle Laternen entzündet, die dann die Straßen in ein mildes Licht hüllen. Taketa besitzt zahlreiche Bambushaine, und das Fest wurde erstmals im Jahr 2000 veranstaltet, um der sinkenden Nachfrage nach Bambus zu begegnen und um zu verhindern, dass die Bambushaine zuwachsen. Ein Team aus Künstlern, die „Kewaishi“ genannt werden, ist für das Arrangieren der Laternen an insgesamt acht Orten verantwortlich. Darunter befinden sich eine Straße mit ehemaligen Samurai-Residenzen sowie eine Felsskulptur mit sechzehn buddhistischen Heiligen („Juroku Rakan“) beim Tempel Kannonji. An zahlreichen Ständen können Besucher zudem lokale Spezialitäten und Erfrischungen probieren, während sie von einem Ausstellungsort zum nächsten spazieren.

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Bild: © Fukuoka Prefecture Tourism Association

Eintauchen in eine goldene Welt

Hirokawa ist eine Stadt im Süden der Präfektur Fukuoka. Von Mitte bis Ende November verwandelt sich mit zunehmendem Herbst ein Hain von achtzig Ginkgo-Bäumen im Stadtteil Taibaru in eine goldene Welt. Der wunderschöne Anblick des auf den Boden fallenden Laubs ruft bei Besuchern regelmäßig Ausrufe der Bewunderung hervor. Der Hain befindet sich an der Stelle eines ehemaligen Weintraubengartens, der einem Ehepaar gehörte. Da seine Frau den Anblick des Herbstlaubs über alles liebte, pflanzte der Mann nach ihrem Tod zum Andenken an sie diesen Hain. Der Garten ist zwar Privatbesitz, aber nachdem in einer Zeitung über ihn berichtet wurde, macht der Besitzer ihn zu dieser Zeit des Jahres für Besucher zugänglich.

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Lokale Shiitake-Pilze mit vollem Aroma

Das Züchten von Shiitake-Pilzen auf Baumstämmen gedeiht besonders in den ausgedehnten Wäldern mit Japanischen Eichen („Kunugi“) in den Präfekturen Oita, Miyazaki und Kumamoto. Diese Shiitake werden mit großer Sorgfalt in natürlicher Umgebung angebaut. Sie sind daher robuster und auch wohlschmeckender als solche Pilze, die in Pilzbeeten kultiviert werden. Die im Herbst geernteten Shiitake zeichnen sich insbesondere durch ihr volles Aroma aus. Oita ist das wichtigste Anbaugebiet für getrocknete Shiitake – rund vierzig Prozent der gesamten Ernte in Japan stammen aus dieser Präfektur. Beim Trocknen nimmt der Umami-Geschmack dieser Pilze aufgrund der Bildung von Guanylsäure zu. Vor dem Zubereiten werden die getrockneten Shiitake in Wasser eingelegt, um sie erneut zu wässern. Das dabei anfallende Wasser ist eine wertvolle Zutat, die wie getrockneter Bonito-Fisch oder Kombu-Algen verwendet wird, um Gerichten Umami-Geschmack hinzuzufügen.

Das Original dieses Beitrags wurde von KIZUNA, dem offiziellen Online-Magazin der Regierung von Japan, übernommen und für NEUES AUS JAPAN ins Deutsche übersetzt. Den ursprünglichen Beitrag in englischer Sprache finden Sie hier: https://www.japan.go.jp/kizuna/2025/09/kyushu_brocade_autumn_festivals_cuisine.html