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Esskultur

Okonomiyaki, Takoyaki und Kushikatsu – „Fast Food“ aus Osaka: Delikatessen, die Menschen zusammenbringen

Fotos: KURIHARA Osamu

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Bild: Okonomiyaki (vorne), Negiyaki (Mitte) und Ikayaki (hinten) werden auf einer heißen Platte direkt vor den Augen der Kunden zubereitet.

Neben ihrer Rolle als zentraler Verkehrsknotenpunkt, über den Nahrungsmittel aus verschiedensten Regionen Japans und darüber hinaus gehandelt wurden, war die Stadt Osaka früher auch ein florierendes Zentrum der Nahrungsproduktion, das in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bucht von Osaka mit ihren reichhaltigen Meeresprodukten liegt und an die Ebene von Kawachi mit ihren verschiedensten Feldfrüchten grenzt. Als die Stadt sich zu einer der führenden Wirtschaftsmetropolen Japans entwickelte, gelangte auch die Esskultur in den Restaurants und Imbissen zur Blüte, wo Kaufleute zusammenkamen und Kontakte pflegten. Auch die Entwicklung der Teezeremonie leistete dazu einen Beitrag. Aber selbst als die Stadt ihren Ruf als „kulinarische Hauptstadt“ begründete, behielten Spezialitäten wie „Takoyaki“ oder „Okonomiyaki“ doch stets den Reiz des „Normalen und Einfachen“. Diesen Ruf genießt die Küche von Osaka bis heute weltweit.

Die Menschen in Osaka neigen dazu, ökonomischer Rationalität einen hohen Stellenwert beizumessen. Für sie muss Essen nicht nur wohlschmeckend, sondern auch günstig sein. Zusätzlich zu ihrer Abneigung gegen Überflüssiges und Verschwendung schätzen die Einwohner vor allem Zweckmäßigkeit. Was könnte alle diese Anforderungen zufriedenstellen? Die Antwort lautet: „Fast Food“ im Osaka-Stil.

Okonomiyaki: Am besten direkt von der heißen Platte

Mit Zutaten wie Fleisch oder Meeresfrüchten in einem Teig aus Weizenmehl und Dashi-Brühe mit ganz viel gehacktem Kohl zubereitet und dann zu einer Art Pfannkuchen gebacken, wird „Okonomiyaki“ zusammen mit einer salzig-süßen Soße gegessen. Zwar ist der Ursprung nicht ganz eindeutig, aber nach vorherrschender Meinung soll dieses Gericht erstmals während des Zweiten Weltkriegs an Essensständen auf den Straßen der Kansai-Region angeboten worden sein. Heute ist auch die Zubereitung zuhause sehr beliebt, wobei man gern die gerade vorhandenen Zutaten verwendet, während man zugleich überall in der Stadt zahllose Imbisse findet, die sich auf dieses Gericht spezialisiert haben. „Okonomiyaki“ ist ein Gericht, das die Menschen in Osaka regelmäßig im Alltag genießen.

Möchte man den unverfälschten Geschmack dieses Gerichts an seinem Ursprungsort genießen, sollte man einen „Okonomiyaki“-Imbiss besuchen, in dem das Gericht frisch auf einer heißen Platte vor den Augen der Gäste zubereitet wird. Varianten beinhalten u.a. „Negiyaki“ mit reichlich grünen Frühlingszwiebeln anstelle von Kohl sowie „Ikayaki“, bei dem Tintenfisch zusammen mit dem Teig zwischen Platten gepresst und gegrillt wird. Für das authentischste Erlebnis sollte man am besten mit mehreren Begleitern lebhaft schwatzend um die heiße Platte herum sitzen, während man den Geschmack des Gerichts mit seiner herzhaft würzigen Soße genießt.

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Bild: Der Teig und die Zutaten werden zusammengemischt und wie bei einem runden Pfannkuchen auf die heiße Platte gegeben

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Bild: Dann wird das Ganze sorgfältig gebacken, bevor schließlich die Soße und verschiedenste Toppings dazukommen

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Bild: Ajinoya besteht seit über fünfzig Jahren. Die Theke vor der heißen Platte ist stets mit Stammgästen besetzt, die sich mit der Inhaberin SORAYAMA Katsuko unterhalten.

Takoyaki: Schmackhafte Leckereien, in die man gleich auf der Straße beißen kann

Mit dem gleichen Teig aus Weizenmehl wie „Okonomiyaki“ und in Form runder Bällchen zubereitet, die mit Stücken von Oktopus gefüllt sind, ist „Takoyaki“ ein weiteres Fast Food aus Osaka mit Kult-Status. Bis heute wird dieses leckere Gericht auf der Straße vor den Läden gegrillt, genau so wie zu der Zeit, als „Takoyaki“ erstmals angeboten wurde. Schaut man zu, wie die Köche die Teigbälle mit routiniertem Geschick zu einer perfekten Mahlzeit zubereiten, während die Luft von dem köstlichen Duft erfüllt ist, kann man gar nicht anders als auch eine Portion für sich selbst zu kaufen. „Takoyaki“ eignet sich perfekt für den Verzehr beim Gehen, und häufig sieht man in Osaka Leute, die auf die häppchengroßen Bällchen pusten, um sie etwas abzukühlen, bevor sie genussvoll auf den Straßen der Stadt verzehrt werden.

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Bild: Der Teig wird in eine spezielle Backform mit runden Vertiefungen gefüllt und immer wieder gewendet, um so die Takoyaki-Bällchen zuzubereiten (Zusammenarbeit: Takoya Dotonburi KUKURU)

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Bild: Eine herzhafte Soße und Mayonnaise vervollständigen das Gericht (Zusammenarbeit: Takoya Dotonburi KUKURU)

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Bild: Das Essen der Takoyaki während des Gehens auf der Straße verleiht dem Ganzen einen besonderen Geschmack (Zusammenarbeit: Takoya Dotonbori KUKURU)

Kushikatsu: Leckere Spieße, Schulter an Schulter verzehrt mit anderen Gästen

Auf der Liste der Gaumengenüsse in Form von Fast Food aus Osaka darf „Kushikatsu“ auf keinen Fall fehlen. Dieses Gericht besteht auf häppchengroßen Stücken verschiedenster Zutaten, die auf Spieße gesteckt werden. Das Ganze wird mit Weißenmehlteig und Panko-Brotbröseln überzogen und anschließend frittiert. Neben Fleisch, Meeresfrüchten und Gemüse findet man viele weitere Variationen, darunter auch solche mit Käse und Ei. „Kushikatsu“ genießt man frisch frittiert, wobei die Spieße in ein Schälchen mit herzhafter Soße getunkt werden.

Als „Kushikatsu“ erstmals angeboten wurden, war es üblich, sie gleich an den Essensständen zu verzehren, um so den begrenzten Platz mit anderen zu teilen. Dies führte zu der Etikette, die Spieße nicht zweimal in das Soßenschälchen zu tauchen, um eine Verunreinigung der gemeinsam genutzten Soße zu verhindern. Während neuerdings einige Imbisse sich darauf spezialisiert haben, „Kushikatsu“ an Tischen mit Sitzen anzubieten, ist dies ein Gericht, das man am besten genießt, während man zusammen mit anderen Gästen in einer Reihe vor der kleinen Theke steht. Nehmen Sie ein wenig Rücksicht auf die neben Ihnen stehenden Personen und genießen Sie frisch frittierte „Kushikatsu“ bei einer freundlichen Unterhaltung. Dabei fühlt man sich wirklich so, als wäre man in Osaka zuhause.

Schnell zubereitet, günstig und schmackhaft: Osakas „Fast Food“ führt auch Menschen, die sich zum ersten Mal begegnen, näher zusammen. Probieren Sie diese Spezialitäten einmal selbst – „Okonomiyaki“, „Takoyaki“ und „Kushikatsu“ – um den Charme dieser Stadt mit ihrem geschäftigen Treiben in vollen Zügen zu genießen.

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Bild: Die Kushikatsu-Spieße werden in ein Becken mit Öl gegeben und so lange frittiert, bis die Panade goldbraun ist (Zusammenarbeit: Kushikatsu Daruma)

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Bild: Es gibt viele Variationen, darunter Wachteleier, Würstchen und Garnelen (Zusammenarbeit: Kushikatsu Daruma)

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Bild: Tauchen Sie Ihren Spieß in die Soße: ein echter Genuss (Zusammenarbeit: Kushikatsu Daruma)

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Bild: Kunden an der Theke erhalten die Kushikatsu-Spieße, nachdem sie direkt vor ihren Augen frittiert wurden (Zusammenarbeit: Kushikatsu Daruma)

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Bild: Die Außenansicht eines unverwechselbaren originalen Kushikatsu-Restaurants (Zusammenarbeit: Kushikatsu Daruma)

Das Original dieses Beitrags wurde von niponica, dem Web-Magazin von Web Japan (Außenministerium von Japan), übernommen und für NEUES AUS JAPAN ins Deutsche übersetzt. Den Originalbeitrag (in englischer Sprache) finden Sie hier: https://web-japan.org/niponica/niponica37/en/feature/feature06.html