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Pressemitteilung: Zusammenkunft der Außenminister Japans und Deutschlands


(Fotos: Ministry of Foreign Affairs of Japan)

Am Abend des 23. November traf Außenminister Toshimitsu Motegi mit Bundesaußenminister Heiko Maas zusammen, der sich für die Teilnahme am G20-Außenministertreffen in Aichi-Nagoya derzeit in Japan aufhält. Es folgt eine Zusammenfassung der Unterredung.

1.
Außenminister Motegi begrüßte eingangs den Bundesaußenminister zu seinem Japanbesuch und erklärte in Bezug auf die bilateralen Beziehungen, dass zwischen Japan und Deutschland ein intensiver Austausch stattfindet, der von der Ebene der Regierungschefs bis zur Arbeitsebene reicht. Auch für das enge Zusammenwirken zwischen den Außenministern sei er sehr dankbar. Er führte aus, dass in diesem einen Jahr die Kooperation zwischen beiden Ländern eine beträchtliche Ausweitung erfahren hat und nun u.a. den Indo-Pazifik, Westbalkan, die Sahel-Region sowie den Aufbau von Kapazitäten für Friedensmissionen der VN umfasst. Er wolle die konkrete Zusammenarbeit weiter ausbauen. Bundesaußenminister Maas erwiderte, die enge Kooperation zwischen Japan und Deutschland in letzter Zeit sei sehr erfreulich und auch er wolle diese unbedingt fortsetzen. Zudem brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Außenminister Motegi schon bald Deutschland einen Besuch abstatten wird.

2.
In Bezug auf die Zusammenkunft der Außenminister der „Initiative für Nichtverbreitung und Abrüstung (NPDI)“, die im Anschluss an das Treffen der G20-Außenminister stattfand, bedankte sich Außenminister Motegi dafür, dass der Bundesaußenminister im Rahmen seines jetzigen Japanbesuchs auch Hiroshima besucht sowie dass Deutschland beim Außenministertreffen sowie bei der Gemeinsamen Erklärung eng zusammengearbeitet hat. Er wolle auch weiterhin für die 2020 anstehende Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags (NPT) eng mit Deutschland kooperieren. Bundesaußenminister Maas erklärte, es sei sehr wichtig, der Welt das Gesehen in Hiroshima und Nagasaki zu vermitteln. Mit Blick auf die NVV-Überprüfungskonferenz sei es notwendig, den Druck für eine nukleare Abrüstung zu erhöhen. Beide Seiten tauschten sich in der Angelegenheit der nuklearen Abrüstung sowie Nichtverbreitung weiter aus.

3.
Darüber hinaus führten beide Seiten einen Meinungsaustausch über die Lage in Ostasien, etwa in Nordkorea. Mit Blick auf die Situation in Bezug auf Nordkorea stimmten beide Seiten überein, dass der engen Zusammenarbeit Deutschlands, das derzeit den Vorsitz des Nordkorea-Sanktionsausschusses innehat, und Japans eine große Bedeutung zukommt. Außenminister Motegi bat zudem um das Verständnis und die Kooperation für eine rasche Lösung des Problems der entführten japanischen Staatsbürger.