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Pressemitteilung: Ergebnisse der 28. Sitzung des Deutsch-Japanischen Forums

1.
Am 5. und 6. Dezember kam das Deutsch-Japanische Forum in Tokyo zu seiner 28. Sitzung zusammen.

2.
An dieser Zusammenkunft nahmen neben den beiden Ko-Vorsitzenden des Forums, Herr EIZO Kobayashi (Senior Representative for Business Community Relations of ITOCHU Corporation) für die japanische Seite sowie Herr Matthias Nass (internationaler Korrespondent des Wochenmagazins DIE ZEIT), führende Vertreter aus allen Bereichen der Gesellschaft (von Seiten des Außenministeriums u.a. der Botschafter von Japan in Deutschland, Herr YAGI Takeshi) teil, die dabei einen offenen Meinungsaustausch über Politik und Gesellschaft in beiden Ländern sowie über die internationale Lage führten.

3.
Unter dem Thema „Politische und wirtschaftliche Situation in Japan und Deutschland: Aufgaben für resiliente Demokratien“ wurde in der 1. Sitzung darüber diskutiert, wie beide Länder auf die verschiedenen Aufgaben reagieren sollten, mit denen sie sich sowohl im Innern als auch nach außen hin konfrontiert sehen.

4.
In der 2. Sitzung wurde das Thema „Antworten auf den global auftretenden Protektionismus und Autoritarismus“ behandelt, zu dem die Mitglieder einen Meinungsaustausch über die Herausforderungen führten, denen die internationale Gemeinschaft derzeit gegenübersteht. Sie bestätigten die große Bedeutung des Zusammenwirkens Japans und Deutschlands bei der Lösung dieser Herausforderungen und diskutierten darüber, welche internationale Rolle beide Länder künftig übernehmen sollten.

5.
Das Thema der 3. Sitzung lautete „Engagement japanischer und deutscher Unternehmen für die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) sowie Möglichkeiten der bilateralen Kooperation“. Dabei wurden Beispiele für das Engagement von Unternehmen aus beiden Ländern vorgestellt, mit denen eine Realisierung der SDGs angestrebt wird. Gleichzeitig wurde eine Diskussion über mögliche Schritte geführt, mit denen Japan und Deutschland ihre Kooperation künftig weiter vertiefen können.

6.
Vor Beginn der Sitzungen des Forums hatte der Parlamentarische Vizeminister im Außenministerium, NAKATANi Shinichi, für die Mitglieder des Forums am 4. Dezember einen Empfang gegeben, bei dem diese den freundschaftlichen Austausch untereinander vertiefen konnten.

Anmerkung:
Das „Deutsch-Japanische Forum“ wurde 1993 aufgrund einer Vereinbarung der damaligen Regierungschefs beider Länder (Premierminister Miyazawa und Bundeskanzler Kohl) als eine „Zusammenkunft führender Persönlichkeiten“ für eine offene Diskussion unter Vertretern aus allen Bereichen der Gesellschaft in beiden Ländern ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die japanisch-deutschen Beziehungen weiter zu stärken sowie das gegenseitige Verständnis zu fördern. Die hochrangigen Mitglieder u.a. aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus beiden Ländern kommen einmal jährlich (wechselweise in Japan bzw. Deutschland) zusammen. Die von ihnen erarbeiteten Vorschläge werden den Regierungschefs beider Länder überreicht.