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2020/3/19

Telefongespräch der Außenminister Japans und Deutschlands

Am Nachmittag des 19. 03. haben Außenminister MOTEGI Toshimitsu und Bundesaußenminister Heiko Maas ein ca. 30-minütiges Telefongespräch geführt. Es folgt eine Zusammenfassung.
 
1.
Außenminister Motegi erläuterte zu Beginn das Vorgehen Japans gegen die Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus. Auch Bundesaußenminister Maas informierte über die aktuelle Situation sowie die Maßnahmen in Deutschland.

2.
Darüber hinaus erzielten beide Seiten in Bezug auf die zunehmende Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus Übereinstimmung in Bezug auf die folgenden drei Punkte:

(1) Angesichts der weiteren Ausbreitung des Virus in zahlreichen Staaten sollen die bei seiner Bekämpfung gewonnenen Lehren und Erkenntnisse umfassend mit anderen Staaten geteilt werden; das weltweite Engagement von öffentlichem und privatem Sektor bei der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen soll verstärkt werden; auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Entwicklung wird geprüft.

(2) Um die Ausbreitung zu bekämpfen, sind vorübergehend angemessene Kontrollen an den Grenzen denkbar; bei der Durchführung dieser Maßnahmen kommt der Abstimmung sowie dem Austausch von Informationen mit den betreffenden Staaten eine große Bedeutung zu. Gleichzeitig hat die rasche Wiederherstellung der weltweiten Lieferketten hohe Priorität für die Weltwirtschaft.

(3) Beide Länder werden auch weiterhin eng zusammenwirken, um die Sicherheit der jeweils anderen Staatsangehörigen im eigenen Land sowie ihre sichere Rückkehr in die Heimat zu gewährleisten.
 
3.
Außenminister Motegi und Bundesaußenminister Maas bekräftigten, auch beim G7-Außenministertreffen in der kommenden Woche über die Bekämpfung des Coronavirus zu sprechen. Dabei sei es wichtig, dass Japan und Deutschland beim Krisenmanagement eng zusammenwirken.

4.
Schließlich begrüßte Außenminister Motegi die Entscheidung Deutschlands, demnächst ein Schiff der Deutschen Marine in die Region Indo-Pazifik zu entsenden. Beide Seiten kamen überein, die bilaterale Zusammenarbeit in verschiedenen Regionen weiter voranzutreiben.