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Kultur

Japanisch lernen - Kanji des Monats

KAN, KEN, ma(ku) – Rolle, Band/Buch, (auf)rollen, wickeln

Haben Sie auch noch einen Stapel ungelesener oder angefangener Bücher auf dem Nachttisch liegen?

Bevor Bücher gebunden wurden, gab es ja nur Schriftrollen. Ein langer Bogen Papier wurde durchgängig beschrieben und immer das Stück, das man las, wurde frei gerollt. Das ist der Grund, warum das Schriftzeichen für „rollen“ auch für einen Buchband verwendet wird. Wir schauen uns das jetzt mal genauer an:

KAN, KEN, ma(ku) – Rolle, Band/Buch, (auf)rollen, wickeln

Natürlich gibt es mal wieder unterschiedliche Theorien, aus welchen Elementen bzw. Bildern das kanji entstanden ist. Also schauen wir uns einfach an, was wir jetzt vorfinden:

Unten liegt eine halbaufgerollte „Schlange“, darüber wird es etwas kompliziert. Von oben mittig durch geht der Mensch 人, quer darüber zwei horizontale Striche sowie oben links und rechts je ein Strichelchen Beiwerk. Was machen wir daraus?

Die Schlange unten gibt als Basis die Richtung vor: es wird auf- oder eingerollt. Der Mensch tut es und nun wird es wirklich wild: Wir haben ein flaches Blatt Nori, eine platte Schicht Sushireis darüber und dann etwas Fisch von links und Gurke von rechts als Füllung darüber eingestreut, gut zusammengerollt und schon können wir leckeres makisushi essen. Zumindest können wir uns merken, wie das kanji für unsere Sushirollen geschrieben wird, und falls Sie sich an unser kanji vom letzten Monat erinnern, können Sie sogar die dicken Rollen, die futomaki 巻き, lesen und schreiben!

Wir wünschen Ihnen einen freud- und friedvollen Februar!