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Verbindungen schaffen durch Gebete

Bild: Der riesige Felsen Gotobiki-iwa auf der steil abfallenden Felsklippe Amanoiwatate ist von einem „Shimenawa“ umwickelt, einem Strohseil, mit dem in der Shinto-Religion ein heiliger Ort gekennzeichnet wird. An dieser Stelle sollen die lokal verehrten Gottheiten erstmals auf die Erde herabgestiegen sein. Kamikura-Schrein (Kumano Hayatama-Schrein) in der Präfektur Wakayama.

Bild: Ein mächtiges, aus einer Unmenge von geflochtenen Reisstrohhalmen zusammengebundenes „Shimenawa“. Die Halme wurden aus mit großer Hingabe gepflanzten Reispflanzen gewonnen. Izumo Oyashiro (Groß-Schrein von Izumo) in der Präfektur Shimane.

Bild: Zwei Felsen, die durch ein „Shimenawa“ miteinander verbunden sind, erinnern an Eheleute, die nebeneinander stehen. Diese Meoto Iwa (wörtlich: „verheirate Felsen“) symbolisieren eine glückliche Ehe und Familie. Futami Okitama-Schrein in der Präfektur Mie.
Beziehungen knüpfen

Bild: Hochzeitsfeiern knüpfen neue Beziehungen in Form von Banden zwischen Bräutigam und Braut sowie zwischen deren Familien. Die weiße Schnur vorne am Brautkimono ist mit einem festen „Awaji-Musubi“-Knoten zusammengebunden, der sich nur schwer lösen lässt.
Landschaften miteinander verknüpfen

Bild: Ein Geländer aus Bambus, mit schwarzen Schnüren sorgfältig zusammengebunden, um sich harmonisch in die umgebende Landschaft einzufügen. Take no Michi („Bambusweg“) in der Präfektur Kyoto.
Geknüpfte Verzierungen

Bild: Um das 8. Jahrhundert herum als Zierschmuck entstanden, wurden „Kumihimo“ (wörtlich: „geflochtene Schnüre“) später auch als kräftige Stricke verwendet, um mehrere Kilogramm schwere Rüstungen zu stützen.
Bande knüpfen durch von Herzen kommende Geschenke

Bild: „Mizuhiki“ genannte Schnüre, die aus hartem traditionellen Japanpapier (Washi) gedreht werden, sind in Gestalt einer glücksverheißenden Pflaumenblüte zusammengebunden, um als prachtvolles Dekor ein Geldgeschenk anlässlich einer Verlobung zu zieren. Tsuda Mizuhiki Orikata in der Präfektur Ishikawa.
Das Original dieses Beitrags wurde von niponica, dem Web-Magazin von Web Japan (Außenministerium von Japan), übernommen und für NEUES AUS JAPAN ins Deutsche übersetzt. Den Originalbeitrag (in englischer Sprache) finden Sie hier: https://web-japan.org/niponica/niponica29/en/feature/index.html