
Die Insel Yakushima liegt ca. 60 km südlich der Halbinsel Osumi im Süden der
Präfektur Kagoshima. Ein Fünftel der Fläche ist als Naturerbestätte
ausgewiesen. Insgesamt gibt es sechs Berggipfel, die über 1800 m
hoch ragen, darunter der Miyanoura-dake (1935 m ü. NN), der höchste Berg
Kyushus. Aus diesem Grund wird die Insel auch „Alpen auf dem Meer“ genannt.
Das
Grundgestein der Insel besteht aus Granit, und es heißt, die Insel sei durch
die Bewegung der Erdkruste entstanden, bei der ein Höhenzug aufgeworfen
wurde. Der Einfluss des Klimas und der Luftmassen ist außerordentlich
komplex, so dass die hohen Temperaturschwankungen und jahreszeitlichen
Unterschiede, die das Hauptmerkmal der Insel bilden, zu den größten weltweit
gehören. Daher kann man hier sowohl Pflanzen der subtropischen als auch der
kalten Temperaturzonen finden. Die Niederschlagsmenge ist so groß, dass man
sagt, auf der Insel regne es „35 Tage im Monat“. Wegen des vielen Wassers
und der unterschiedlichen Temperaturen in den verschiedenen Höhen gibt es
hier zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Das Spektrum
von Flora und Fauna ist
sehr breit und reicht von Korallenriffen bis zu alpinen Pflanzen, und unter
den Tierarten gibt es solche, die nur auf Yakushima vorkommen, wie etwa den
Yaku-Affen und den Yaku-Hirsch.
Der
Begriff „Yaku sugi“ (sugi = Japanische Zeder), das Symbol von Yakushima, wird nur
für Zedernbäume verwendet, die mehr als tausend Jahre alt sind. Yaku sugi,
die in wolken- und nebelverhangenen Gebieten wachsen, senden manchmal
Wurzeln auch von ihren Blättern und Stielen aus, was ihnen eine seltsam
aussehende Form verleiht. Eine 1996 entdeckte Zeder auf 1350 m Höhe gilt als
größte und älteste ihrer Art weltweit. Sie ist heute unter dem Namen „Jomon
Sugi“ bekannt (bezüglich des Alters gibt es verschiedene Theorien, die von
2170 bis 7200 Jahre reichen).
Darüber
hinaus gibt es auf der Insel zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten, etwa den
„Shiratani Unsuikyo“, ein Weg, der durch einen Wald aus Yaku sugi führt. Im
„Hirauchi Kaichu Onsen“ kann man in einer heißen Quelle direkt am Meer baden,
während der „Ooko-no-taki“ als höchster Wasserfall mit der größten
Wassermenge auf Yakushima zu den hundert schönsten Wasserfällen Japans zählt.
„Senpiro-no-taki“ ist ein weiterer Wasserfall, bei dem das Wasser aus 66 m
Höhe auf einen riesigen Granitmonolithen fällt. Der „Yakushuima Leuchtturm“,
von dem aus man bis zum Horizont den tiefblauen Ozean
betrachten kann, und „Sango-no-hama“
(„Korallenstrand“), wo man sternförmigen Sand findet, sind weitere
Attraktionen. Schließlich besteht die Möglichkeit, eine Kanutour zu machen,
ein Bad in den Bergen zu nehmen, oder sich von einem erfahrenen Führer auf
der ganzen Insel herumführen zu lassen.
Lage: Kamiyaku-cho, Yaku-cho Kumage-gun, Präfektur Kagoshima.
(c) 2006 Japan National Tourist Organization
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